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Team Setting Modell

burini - Team Setting Modell

Der Einfluss des Settings auf die teamarbeit

Das Team Setting Modell

Das Modell hilft zu verstehen:

  • welchen Einfluss das Vertrauen auf die aktuelle Herausforderung hat und wie entscheidend das richtige Setting hierfür ist

  • welchen psychologischen Einfluss das passende Setting auf das Teams selbst hat

  • was das passende Setting mit Perspektivwechsel, neuen Impulsen und Kreativität zu tun hat

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Die wichtigsten Erkenntnisse

Die Wahl des richtigen Settings hat Einfluss darauf, wie das Team ihr Ziel (Goal) oder die Herausforderung meistert.

Wie groß die Herausforderung im Team ist, hängt maßgeblich vom Distanzfaktor ab: Wie nah steht sich das Team

Die Herausforderung bestimmt maßgeblich das Setting.

Je größer der Distanzfaktor und damit die Herausforderung, desto wichtiger ist das passende Setting, um Konflikte zu vermeiden.

Wichtige Begriffe

Das richtige Setting ist essenzieller Bestandteil jeder erfolgreichen Tagung, jedes Workshops und jedes Offsites. Zum Setting gehört weit mehr als nur der passende Ort oder Seminarraum. 

Setting umschreibt den gesamten Rahmen, der den eigentlichen Inhalt umgibt. Ein Team, das sich gegenseitig sehr vertraut ist deutlich offener gegenüber beispielsweise engeren Räumen oder Aktivitäten als ein relativ neues Team, übernachtet eher in den gleichen Räumlichkeiten und besteht nicht auf Einzelzimmer sowie braucht meistens weniger Freizeit als ein neues Team. 

Das Setting wird also durch folgende Faktoren bedingt:

Location an sich –  Umgebung – Möglichkeiten in der Umgebung – Atmosphäre vor Ort – Essen – Rahmenprogramm

All diese Faktoren spielen eine Rolle und werden in diesem Modell als “Setting” zusammengefasst.

Fragen, die sich also gestellt werden sollten: 

Bietet die Location Raum für kreative und freie Gedanken? Welche Location passt zu der aktuellen Herausforderung im Team? Können in der Umgebung andere Aktivitäten & Spiele durchgeführt werden? Welche Essen bietet sich in der Pause an? Wie wird das Wetter? Was könnte stören? 

Der Distanzfaktor beschreibt drei Arten von Distanz:

PHYSICAL – geografische oder zeitliche Trennung oder Zugehörigkeit zu verschiedenen Abteilungen oder Organisationen

OPERATIONAL – Variationen in der Teamgröße, dem Ausmaß von Verpflichtung der Mitglieder. Grad der Face-to-Face Kontakte oder technische Fähigkeiten und Unterstützung.  

AFFINITY – Unterschiede in Kultur, Rang oder Niveau Interdependenz und bestehende Beziehungen

Bei der Bewertung von Teams auf einer Fünf-Punkte-Skala in jeder Unterkategorie zeigen Teams mit hohem Distanzfaktor Einbußen bei:

VERTRAUEN – 83% weniger

INNOVATION – 93% weniger

ZUFRIEDENHEIT – 80% weniger

LEISTUNG – 50% weniger

Kollegen auf verschiedenen Etagen im selben Gebäude können bereits als physisch weit entfernt angesehen werden, OPERATIONAL und AFFINITY können sich also auch auf diese Fälle auswirken. Bei virtuellen Teams sind die Probleme dementsprechend noch höher. 

Quelle: Keith Ferrazzi, Harvard Business Review

Online: https://hbr.org/2014/12/getting-virtual-teams-right

Herausforderung beschreibt das Thema, das Ziel oder das Problem, das in einem Workshop/Offsite oder Meeting behandelt werden soll.

Bei einem “Team” handelt es sich um eine Gruppe von Personen, die gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten.

Wissenschaftliche fundierung

Das Team-Setting-Modell wurde im wissenschaftlichen Kontext der Psychogeographie und der Erlebnispädagogik entwickelt. Aus psychogeografischer Sicht liefert das Team-Setting-Modell Antworten darauf, welchen Einfluss die Umgebung auf die Wahrnehmung, das psychische Erleben und das Verhalten hat. 

Das Modell zeigt anschaulich, wie das Setting maßgeblich mitbestimmt, wie Teams Herausforderungen meistern können. Befindet sich das Team nicht im richtigen Setting, bleibt der Einzelne womöglich verschlossen, unkreativ und verharrt in seinen alten Mustern, in denen er sich in der alltäglichen Arbeitsumgebung befindet. 

Durch das richtige Setting hingegen erlangt der Einzelne eine neue Perspektive, Distanz zum Tagesgeschäft, neue Impulse und damit Klarheit. Dies ermöglicht einen anderen Zugang untereinander und öffnet die Möglichkeiten für eine zielgerichtete, strategische Arbeit.